Freitagnachmittag, 16 Uhrβ¦BΓΌro & Lager schlieΓen die TΓΌren und ich schicke meine Mitarbeiter wie gehabt in ihr wohlverdientes Wochenendeβ¦
Herrliches Wetter, die Sonne scheint, wir haben tatsΓ€chlich 18 Grad. Ich ΓΌberlege, ob ich mir eins der Pferde schnappe und eine Runde ins GelΓ€nde gehe. Ich hole mir meinen Seppel von der Wiese, fange an ihn ganz entspannt zu putzen und werde vom Handyklingeln unterbrochen. Eine Kundin kommt im Onlineshop nicht zurecht und mΓΆchte eine Bestellung aufgeben. Aber das ist nicht schlimm, dafΓΌr bin ich ja daβ¦ schnell rΓΌber ins Haus, an den PC, Kundendaten erfassen, Bestellung aufnehmenβ¦Β Die Kundin bedankt sich tausendmal und ich freue mich, dass ich helfen konnte.
Ich gehe wieder raus zu Seppel, putze Ihn weiterβ¦kurz ΓΌberlege ich, ob ich wirklich ausreiten gehen soll, schlieΓlich kΓΆnnte das Telefon stΓ€ndig klingeln.
Ich entscheide mich dennoch fΓΌr eine kurze Runde durch die Feldwege, das Wetter ist zu schΓΆn, das will ich ausnutzen. Schnell Sattel & Trense drauf und ab gehtβsβ¦
Wenige Meter spΓ€ter ertΓΆnt ein Klingeln aus meiner Hose, kein Problem. Der Seppel ist zum GlΓΌck sehr artig und wir legen eine kurze Telefonpause ein.
Eine verstΓ€ndnisvolle Kundin, welche Ihre Haaranalysen Auswertung besprechen mΓΆchte. Ich bitte Sie, in ca. 1 Stunde noch einmal anzurufen.
Seppel und ich gehen weiter & ich versinke in meinen Gedanken. Wir βtaumelnβ so vor uns her und mir schieΓt alles MΓΆgliche durch den Kopf. Es passiert in der Welt einfach so unglaublich vielβ¦
Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, wieder eine telefonische Bestellung. Ich bitte die Kundin ebenfalls sich gleich wieder zu melden, da ich gerade unterwegs bin. Die Kundin seufzt und antwortet mit den Worten βja, wenn es sein mussβ. Ich bedanke mich, beende das Telefonat und reite weiter.
Seppel und ich kommen wieder auf dem Hof an, ein paar MΓΆhrchen zur Belohnung und er darf wieder auf die Weide. Mittlerweile haben wir 17.30 Uhr. Die Boxen der Pferde habe ich heute Mittag schon gemistet, das Heu, Medikamente, KrΓ€uter fΓΌr Pferde, Globuli liegt alles fΓΌr abends bereit.
Ich gehe rein & setze mich an den Rechner, beantworte E-Mails und WhatsApp Nachrichten. Die Kundin fΓΌr die Haaranalysen Besprechung ruft wieder an. Ich gehe die Auswertung mit ihr durch, gehe auf alle offenen Fragen der Kundin ein und nehme ihre Bestellung entgegen. Sie bedankt sich fΓΌr meine Zeit. Ein paar kleine Worte, ΓΌber welche man sich aber immer freut!Β Noch weitere Telefonate im Anschluss, Katze in der Tierklinik mit Leberproblemen, Hund mit Magen & Darm Problemen, Hund mit Epilepsie, Hufreheβ¦
Mittlerweile ist es 19 Uhr. Ich gehe nach drauΓen, hole die Pferde von der Koppel. Im Anschluss werden natΓΌrlich noch die Hunde & Katzen im Tierheilkundezentrum Nehls versorgt & auch ich muss mich stΓ€rkenβ¦
Bis 20.30 Uhr fΓΌhre ich noch vereinzelte Telefonateβ¦Beratungen & Bestellungenβ¦unter anderem auch die Kundin von heute Nachmittag, welche mir nochmal deutlich macht, dass sie es ΓΌberhaupt nicht ok fand, dass ich ihre Bestellung nicht DIREKT aufnehmen konnte, dies wΓΌrde ja schlieΓlich zu einem guten Kundenservice dazugehΓΆren. Wie bereits oben erwΓ€hnt, es passiert aktuell so viel in dieser Welt, ich mΓΆchte mich nicht ΓΌber Kleinigkeiten aufregenβ¦
Ich mache den Rechner aus & lasse den Abend ausklingen.
Samstagmorgen, 07.30 Uhr, selber Ablauf wie immer. Fertig machen, Rechner an, Pferde, Hunde & Katzen versorgen. Um kurz vor 8 der erste Anruf, ich stehe noch im Stall und gehe schnell ins Haus an den Rechner. Eine Haaranalysen Besprechung + Bestellung. Eine sehr nette Kundin, die sich auch fΓΌr das frΓΌhe Telefonat am Samstag bedankt. Im Anschluss direkt das nΓ€chste Telefonat, Ein Pferd mit Hufrehe. Aktuell ist es wirklich wieder schlimm und die Diagnose Hufrehe ist das Thema Nr. 1 im Tierheilkundezentrumβ¦
Ich empfehle der Kundin die Bioresonanz Haaranalyse fΓΌr Pferde und lege ihr ans Herz, alles so schnell wie mΓΆglich auf den Weg zu geben.
Wir haben fast halb 10, ich setze mir erst einmal einen Kaffee auf und gehe zurΓΌck in den Stall. BoxentΓΌren auf, damit die Pferde raus kΓΆnnen und im Anschluss misten. Nun wieder zurΓΌck an den Rechner, Mails & WhatsApp warten schlieΓlich auch noch. Ich beantworte wieder die Anfragen der Besitzer, ΓΌbermittle passende TherapievorschlΓ€ge und fΓΌhle mich erleichtert. Wie jeden Tag/ jedes Wochenende falle ich in mein βGedankenchaosβ. Ich denke ΓΌber die aktuelle Situation nach & darΓΌber, warum ich mir mal kein Wochenende gΓΆnneβ¦ die Antwort lautet immer und immer wieder: Ich habe mich fΓΌr das Tierheilkundezentrum und fΓΌr die kranken Tiere entschieden!
So zieht es sich durch den Tagβ¦Telefonate, Mails, WhatsApp, nicht zu vergessen die Haaranalysen Auswertungen. NatΓΌrlich auch wieder Telefonate dabei wo sich darΓΌber beschwert wird, dass man am Wochenende nicht bei uns vor Ort einkaufen kann oder aber mit dem Tier vorbeikommen kann. Die Wortwahl einer Kundin lautete tatsΓ€chlich βdas ist ganz schΓΆn unverschΓ€mt von Ihnen, ist Ihnen das bewusst?β. Ich war kurz sprachlosβ¦
Abends um 20 Uhr noch ein Hufrehe Notfall. Traurig, verdammt traurigβ¦warum kommt es aktuell wieder zu so vielen Hufrehe NotfΓ€llen?
Abends um 22 Uhr schalte ich den Rechner aus und gehe ins Bett.
Sonntag um 8 Uhr weckt mich die kalte Nase von Hund Heinrich, der darauf wartet, raus gelassen zu werden. Der Tag startet also wie immer.
Die Tiere wollen versorgt werden & es warten wieder verzweifelte Anfragen einiger Tierbesitzer im Mailpostfach.
Mails & WhatsApp habe ich durch, jetzt die restlichen Haaranalysen. Um 14 Uhr bin ich durch damit, zwischendurch einige telefonische Beratungenβ¦Hufrehe, Juckreiz bei Kater Tom, Katzenschnupfen, Bronchitis Pferdβ¦ Dann tatsΓ€chlich wieder ein Knaller Anruf: βΓh Frau Nehls wo sind Sie? Hier sind noch ΓΌberall die Jalousien geschlossenβ. Ich bin kurz sprachlos und versuche der Kundin ruhig zu erklΓ€ren, dass wir Sonntag haben und im BΓΌro/Lager niemand anzutreffen ist. Ich frage, was ich Ihr Gutes tun kann und wie ich helfen kann. Sie erzΓ€hlt mir, dass sie Lust auf einen Sonntagsausflug hatte und nun in Warburg vor unserem GebΓ€ude stehtβ¦Hund Justus im GepΓ€ck, den kΓΆnnte ich ja schlieΓlich direkt einmal durchchecken. Auch hier leider wieder keinerlei VerstΓ€ndnis, dass niemand vor Ort ist.
Den Nachmittag genieΓe ich die Sonne und verwΓΆhne die Tiere im Tierheilkundezentrum mit Schmuseeinheiten. Gelegentlich einige Telefonate, aber nichts wildes mehr.
Abends um 20 Uhr beantworte ich die letzten Mails und WhatsApp Anfragen, mache den Rechner aus und freue mich sehr darauf, dass mein Team morgen wieder vor Ort ist.

